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  Jesus und die Bibel
 

Zum Thema Jesus und Bibel

Wie zuverlässig ist die historische Gestalt der Bibel?

Die hier aufgeführte Liste enthält ausschließlich Informationen, die unabhängig von der Bibel durch andere Quellen bestätigt wurden. Dies muss aber nicht unbedingt heißen, dass Informationen, die allein in der Bibel überliefert wurden, weniger zuverlässig wären. Entscheidend ist nämlich weniger die Anzahl der außerbiblischen Quellen, die die biblische Version bestätigen, sondern vielmehr die Tatsache, dass es keine einzige ernstzunehmende außerbiblische Quelle gibt, die der Bibel widerspricht. Von Kritikern wird oft angemerkt, dass das neue Testament erst einige Zeit nach Jesu Tod entstanden sei. Spricht das nicht gegen die Zuverlässigkeit der Überlieferung? Nein. Man muss dazu wissen, dass Jesu gesagt hat, dass er wiederkomme, nicht aber, wann genau das sein werde. Viele seiner Anhänger hielten es daher zunächst nicht für nötig, etwas aufzuschreiben, da sie damit rechneten, dass die Wiederkunft Jesu unmittelbar bevorstünde.

"Was von Anfang an da war, was wir gehört haben, was wir mit eigenen Augen gesehen haben, was wir angeschaut haben und betastet haben mit unseren Händen, nämlich das Wort, dass Leben bringt - davon reden wir." - 1 Joh 1,1

Erst als sich dies als falsch erwies, sammelte man schriftlich Informationen. Doch auch dies setzte verhältnismäßig früh ein. Bereits etwa 50 n. Chr. - also gerade mal 20 Jahre nach seinem Tod - wurden die ersten Notizen gesammelt ("Logienquellen"). Zwischen 50 und 60 entstanden die Briefe des Apostels Paulus. Ca. 70 folgte dann das Markusevangelium, danach Matthäus und Lukas. Das Johannesevangelium ist hingegen erst um das Jahr 90 entstanden. Doch auch zu diesem Datum gab es wahrscheinlich noch einige Menschen, die Jesus persönlich gekannt haben und Einspruch erhoben hätten, wenn etwas falsches über ihn geschrieben worden wäre. Etwa 90 n. Chr. lagen also die wichtigsten schriftlichen Zeugnisse vor.

Ist die Bibel also ein historischer Bericht?

Alles bislang Gesagte soll zeigen, dass der Text der Bibel und die Informationen, die er über Jesus enthält, durch außerbiblische Quellen und Funde historisch sehr gut belegt ist. Allerdings ist die Bibel kein historischer Bericht im heutigen Sinne. Mit dieser Absicht ist sie einfach nicht geschrieben worden. (Die historische Forschung nach heutigem Verständnis entstand erst Ende des Mittelalters.) Vielmehr versteht man sich die Bibel als Glaubenszeugnis der Anhänger Jesu. In ihr hielt man die Erfahrungen fest, die Menschen mit Jesus bzw. Gott gemacht hatten. Neben historischen Fakten schließt dies auch andere Berichtsformen wie z.B. Gedichte, Gleichnisse, Fabeln und Symbole ein. Es ist die äußerst schwierige Aufgabe der Bibelforschung, herauszufinden, was nun definitiv wörtlich historisch und was im übertragenen Sinne gemeint ist. (In vielen Punkten ist dies nach 2000 Jahren wohl gar nicht mehr möglich.) Entscheidend ist jedoch, dass diese "Unschärfe" in Bezug auf die Geschichtlichkeit biblischer Berichte nichts an deren Wahrheitsgehalt ändert. Wenn man z.B. sagt: "Es regnet Katzen und Hunde", dann heißt das natürlich nicht, dass draußen Haustiere vom Himmel fallen. Doch die eigentliche Aussage, nämlich dass es stark regnet, kann durchaus wahr sein. Nur ist zuvor eine entsprechende Interpretation nötig.

Zudem muss man beachten, dass alle Berichte über Jesus geschrieben wurden, nachdem die Jünger seine Auferstehung erlebt hatten. Verständlicherweise sahen sie so vieles, was sie mit Jesus erlebt hatten, nachträglich in einem anderen Licht.

Ein kleines Beispiel soll deutlich machen, was damit konkret gemeint ist: Man stelle sich einen Bettler vor, der in einer Stadt lebt und über den irgendjemand einen Bericht schreiben soll. Wahrscheinlich wird er das meiste von dem, was der Bettler sagt und tut, einfach so wiedergeben, wie er es tatsächlich erlebt hat. Wüsste der Berichterstatter hingegen, dass sich hinter dem Bettler in Wahrheit ein König verbirgt, der sich nur als armer Mann verkleidet hat, würde seine Berichterstattung wahrscheinlich anders ausfallen. Viele Taten und Reden des Bettlers würde man wohl in erster Linie in Hinblick auf das Geheimnis interpretieren, das hinter ihm steckt.

Ganz ähnlich ist es mit den Berichten über Jesus. Es ging den biblischen Autoren nicht darum, einen exakten Augenzeugenbericht zu verfassen, sie wollten vielmehr das, was sie tatsächlich gesehen hatten, zuerst deuten und dann die ganze Wahrheit aufschreiben. Auch hier muss man also genauer hinsehen, wenn man heute die Bibel liest.

Trotzdem hat sich in der jüngsten Forschung gezeigt, dass man viele Stellen in der Bibel wörtlicher nehmen kann, als man bislang glaubte. Zudem sind die wesentlichen Grundaussagen mehrfach bezeugt und daher - auch historisch - ziemlich gut gesichert.





Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Oliver Kube, 27.09.2007 um 21:10 (UTC):
Außer dass zu der Zeit ein Wanderprediger (von vielen) den Namen Jesus getragen hat, ist historisch nichts überliefert. Die Bergpredigt beispielsweise ist erst später konstruiert worden (lässt sich anhand der Evangelien und anderen Schriften nachweisen).
Dazu kommt, dass es die meisten Geschichten schon vor Jesu angeblicher Geburt gab, in vielen vorchristlichen Religionen. Das macht die Bibel unglaubwürdig.



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